
Regine Müller-Waldeck, geboren 1975 in Greifswald, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und schloss dort als Meisterschülerin ab. Sie erhielt verschiedene Kunstpreise und Stipendien im In- und Ausland, z.B. den Ars Lipsiensis und ein Residenzstipendium am ISCP New York.
Regine Müller-Waldeck stellte in Museen und Galerien in Deutschland, Belgien, Großbritannien, den USA und der Schweiz aus, wie zum Beispiel in der Kunsthalle Mannheim, in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, der Temporären Kunsthalle Berlin und der Galerie Arndt & Partner in Zürich.
Regine Müller-Waldecks oftmals große, materialbasierte Arbeiten strahlen dabei eine Unbedingtheit aus, die die Grenzen der eigenen Kraft hinterfragt.
Das Spektrum der in ihrem Oeuvre behandelten Beziehungs- und Machtstrukturen reicht von der Beziehung zu sich selbst über geschlechtsspezifische und zwischenmenschliche Beziehungen bis zum Verhältnis von staatlicher Exekutive und Zivilgesellschaft. Auf den ersten Blick harmlose, zum Teil verspielte Bilder, die in ihren fragilen Konstruktionen und Inszenierungen die Wirkung von Anfälligkeit und Schutzbedürftigkeit hervorrufen, entführen durch die kalkulierte Präzision in der Beschränkung der Mittel auf ihre dramatische Klimax in ein kritisches Kippmoment des Unheimlichen, der latenten Gewalt und eines bevorstehenden Kollapses.



